Impostor — so wird gespielt
Impostor ist das Deduktionsspiel, das man am schnellsten erklärt. Alle im Raum bekommen dasselbe geheime Wort — außer einer Person, die gar nichts bekommt. Alle geben einen Hinweis zum Wort, und danach stimmt die Gruppe ab, wer geblufft hat.
Eine Runde dauert rund fünf Minuten, es gibt nichts auswendig zu lernen, und wer neu dazukommt, hat das Spiel nach dem eigenen ersten Zug vollständig verstanden.
Was ihr braucht
- 4 bis 12 Spielerinnen und Spieler. Sechs bis acht ist ideal.
- Eine Möglichkeit, allen dasselbe Wort geheim zu geben, während eine Person eine andere Anweisung bekommt — die App macht das, oder ihr schreibt Zettel.
- Etwa fünf Minuten pro Runde.
Die Regeln
- Wort verteilen. Alle bekommen heimlich dasselbe Wort — zum Beispiel Leuchtturm. Eine zufällig gewählte Person erfährt stattdessen nur, dass sie der Impostor ist, und kennt das Wort nicht.
- Hinweise geben. Reihum sagt jede Person ein Wort oder eine sehr kurze Wendung, die das geheime Wort beschreibt. Der Hinweis muss zum Wort passen, darf es dem Impostor aber nicht verraten.
- Diskutieren. Wenn alle dran waren, wird gestritten. Ein zu vager Hinweis klingt nach einem Impostor, der sich absichert; ein zu genauer klingt nach jemandem, der angibt.
- Abstimmen. Alle zeigen gleichzeitig auf eine Person. Wer die meisten Stimmen hat, wird aufgedeckt.
- Runde auswerten. Hat die Gruppe den Impostor erwischt, gewinnt die Gruppe — außer ihr spielt mit der Rateregel unten. Wurde eine unschuldige Person herausgewählt, gewinnt der Impostor.
Die Rateregel
Fast alle Gruppen spielen mit einer Variante, und genau die macht das Spiel: Wird der Impostor erwischt, darf er einmal das geheime Wort raten. Rät er richtig, gewinnt er trotzdem.
Das verändert die Spielweise vollständig. Statt nur mitzuschwimmen, hört der Impostor auf jeden Hinweis, um das Wort einzukreisen — und die unschuldigen Spieler müssen Hinweise geben, die beweisen, dass sie das Wort kennen, ohne es der Person beizubringen, die es nicht kennt.
Tipps als Impostor
- Geh nie zuerst, wenn du es vermeiden kannst. Ein fremder Hinweis reicht meist, um die Kategorie einzugrenzen.
- Sei präzise beim Falschen. Vage Hinweise fliegen auf. Ein selbstbewusster Hinweis auf ein plausibles Nachbarthema überlebt länger als "das ist ein Ding".
- Beschuldige früh. Impostoren, die in der Diskussion schweigen, fliegen etwa doppelt so oft auf wie die, die sie anführen.
- Achte darauf, wer dir zustimmt. Wer deiner Beschuldigung sofort beipflichtet, kennt das Wort und will nützlich wirken.
Tipps, um den Impostor zu fangen
- Richte den Hinweis an die Gruppe, nicht ans Wort. Ein guter Hinweis wird von allen erkannt, die das Wort kennen, und ist für Außenstehende nicht rekonstruierbar.
- Trau dem Echo nicht. Der einfachste Zug des Impostors ist, einen fremden Hinweis anders zu formulieren.
- Stell eine Nachfrage. "Warum hast du das gesagt?" verrät weit mehr als der Hinweis selbst.
- Wählt nicht standardmäßig die stillste Person. Schüchterne Mitspieler fliegen ständig raus, und fast immer zu Unrecht.
Varianten
- Zwei Impostoren. Ab zehn Leuten einen zweiten Impostor dazunehmen, der nicht weiß, wer der andere ist.
- Kategorie verraten. Der Impostor erfährt die Kategorie, aber nicht das Wort — leichter für ihn, schwerer für alle anderen.
- Blinde Hinweise. Alle schreiben gleichzeitig und alles wird zusammen aufgedeckt, was den Vorteil der letzten Position aufhebt.
- Keine Wiederholung. Ein bereits genannter Hinweis darf nicht noch einmal verwendet werden.
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Häufige Fragen
- Wie viele Spieler braucht man für Impostor?
- Mindestens vier, am besten sechs bis acht. Zu viert hat der Impostor keine Deckung; ab zwölf dauert die Hinweisrunde länger als die Diskussion.
- Was ist der Unterschied zwischen Impostor und Mafia?
- Impostor versteckt Information — eine Person kennt das geheime Wort nicht. Mafia versteckt Identität — die Mafia weiß genau Bescheid und lügt nur. Eine Impostor-Runde dauert fünf Minuten, Mafia zehn bis zwanzig.
- Kann der Impostor gewinnen, nachdem er erwischt wurde?
- In der gängigsten Variante ja. Ein erwischter Impostor darf einmal das geheime Wort raten und gewinnt die Runde, wenn er richtig liegt.
- Kann man Impostor online spielen?
- Ja. Weil jede Person nur ihr eigenes privates Wort braucht, funktioniert Impostor aus der Ferne genauso gut. In WinkRoom treten alle mit einem 6-stelligen Code demselben Raum bei und die App verteilt die Wörter.
- Ist das Impostor-Spiel kostenlos?
- Ja. Impostor ist kostenlos in WinkRoom für iPhone, iPad und Android enthalten, und Gäste können ohne Konto beitreten.